Meine Community Projekte

Ich lebe jetzt sieben Monate hier in Donsol. Oder mit 2014 und 2015 zusammengerechnet schon ein ganzes Jahr. Zeit genug zu beobachten, welche Hilfe die lokale Bevölkerung weiter bringen könnte. Daraus entstanden Ideen für Community Projekte, wie ich die lokale Bevölkerung fördern möchte. Nebst all den Projekten für alleinstehende Mütter, kleine Geschäfte zu gründen.

Du kannst mithelfen. Mit finanzieller Unterstützung, Material oder gar Deiner eigenen Zeit. Hilferufe sind speziell als Zitate (wie das hier) markiert.

Geldspenden bitte auf mein PayPal Konto (juerg.wyss@gmail.com) oder auf mein Postcheckkonto:

Jürg Wyss, Sonnenburggutstrasse 15, 8200 Schaffhausen

Konto 30-186017-5 IBAN: CH32 0900 0000 3018 6017 5

(Bitte vermerken, welches Teilprojekt)

Allfälliges Material bitte bis Ende März 2017 an meine Privatadresse senden und ein Email an mich (siehe oben). Über Gmail kannst Du mich auch für andere Dinge kontaktieren.

Danke

 

„Dine with a local family“

In verschiedenen thailändischen Fischerdörfern sah ich diese Idee verwirklicht. Touristen gehen zu einer lokalen Familie Nachtessen. Authentische lokale Küche, die Gelegenheit mehr über Land und Leute zu erfahren und gleichzeitig eine arme Familie unterstützen. Das gibt es auch in anderen Ländern, hier in Donsol jedoch nicht. Dabei sind gerade hier viele Touristen, die von der Einstellung her interessiert wären, mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Nur ist es schwer, Donsolanos sind scheue Leute.

Ich versuchte die Menschen hier zu überzeugen. Mit wenig Erfolg. Erst als ich eine Touristin ansprach und spontan ein Essen bei einer Familie organisierte, kam Hoffnung auf. Der Touristin gefiel es und etliche Leute hier hatten plötzlich Interesse an der Idee.

Nach einem weiteren Versuch sprach ich schliesslich mit dem Barangay Captain (vergleichbar mit dem Gemeindepräsidenten) und er steht hinter der Idee. Jetzt, im Januar 2017, starteten wir das Pilotprojekt mit vorerst 4 Familien die kochen und 12 Tricycle-Fahrern, die Touristen ansprechen sollen. Den Flyer für die Touristen, Instruktionen für die Familien und Fahrer, Quittungen, als das Material bezahlte ich aus dem eigenen Geldbeutel, rund 150 Franken. Und erste Buchungen kamen…

Wird das Pilotprojekt erfolgreich, werden wir den Betrieb für die nächste Touristensaison erweitern.

Hier mehr über „Dine with a local family“ auf Facebook. Ein “like” hilft, die Seite zu pushen. Danke.

 

“Gemüsegarten zu Hause“

Spendensammlung 2017 Status  9.2. 2017 morgens  100 Franken

 

Mir fiel auf, wie wenig Gemüse und Früchte die Menschen hier auf dem Speiseplan haben. Nachgefragt, erhielt ich die Begründung, weil es zu teuer sei. Und ein Eigenanbau sei nicht möglich.
Unzufrieden mit dieser Antwort und stur wie ich bin, beschloss ich das Gegenteil zu beweisen. Ich brachte für fast 300 Franken Gemüsesamen aus der Schweiz mit, da ich wusste, dass hier Samen nur beschränkt zu kaufen sind.

Ich legte ein Gemüsebeet an, liess Erde herkarren (der Boden hier wo ichwohne besteht zu 100% aus Sand) und pflanzte Samen. Dieser erste Versuch scheiterte kläglich. Mäuse und Geckos frassen die Samen, Krebse nagten an den Wurzeln, was wuchs wurde durch den Westmonsun zerstört, der stetig salzhaltige, feuchte Luft herwehte.

Ich schichtete die Erde in alte Zementsäcke um, schützte die Samen mit PET-Flaschen und erstellte einen Schutz gegen den Wind. Und siehe da, weder Krebse noch Mäuse hatten eine Chance, die jungen Pflanzen überlebten einen Taifun und ich konnte schon die ersten Auberginen und Bittermelonen ernten. Bohnen, Tomaten, Peperoni sind zur Zeit am wachsen. Ich bin guten Mutes, dass ich den Menschen hier zeigen kann, dass mit wenig Aufwand ein Gemüseanbau im eigenen Garten möglich ist und hoffe, dass ihre Kinder in Zukunft mehr Gemüse essen können.

Wenn ich Ende April hierhin zurück komme, werde ich nach einer Vermarktungsmöglichkeit suchen, um die Leute auch finanziell zu motivieren, das Projekt Gemüseanbau in Angriff zu nehmen. Daneben werde ich mit alten, widerstandsfähigen Gemüsesorten experimentieren (Pro Specia Rara), die mir freundlicherweise von Gerold Schlegel, Financial Coach, zur Verfügung gestellt wurden.

Spielplatz

Spendensammlung 2017 Status  9.2. 2017 morgens  750 Franken

Wie ich schon mal beschrieb, ist hier der Strand hier in Dancalan alles andere als einladend. Zugemüllt. Glasscherben, scharfe Metallteile, alles mögliche liegt rum. Etliche Familien hatten mich schon angefragt, ob sie mit ihren Kindern zu mir kommen dürften, da es bei mir sauber und ungefährlich sei.

Das brachte mich auf die Idee, am Strand einen sicheren und sauberen Platz für Familien zu bauen. Aus dem Programm würden wir das nur Material zur Verfügung stellen, die Barangay (vergleichbar mit einem Dorf) wäre jedoch für den Bau und die Sauberkeit zuständig. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass die Bewohner der Barangay den Platz als „Ihren“ bezeichnet und Sorge trägt. Mehr noch, die rundum wohnenden Menschen sollen animiert werden, zu ihrem Teil des Strandes auch mehr Sorge zu tragen.

Ich besprach auch dieses Thema mit dem Barangay Captain und er war hellauf begeistert. Sofort stelle er dafür gut 200 Quadratmeter Land am Strand zur Verfügung, das unter Verwaltung der Barangay steht. Etliche Leute aus dem Dorf sagten spontan zu, bei der Planung und dem Bau zu helfen.

Für diese Idee möchte ich Geld sammeln, rund 1000 Franken für Baumaterial. Damit sollen ein Kinderspielplatz, einfache Fussballkästen für Jugendliche, 2-3 Cottages, ein Grill und ein Zaun gebaut werden. Was immer an Unterstützung reinkommt, wird in Materialien für diesen Platz investiert. Die Menschen aus Dancalan werden den Platz bauen.

 

Ausbildungszentrum

Dieses Jahr werde ich mein eigenes, einfaches Haus bauen. Rund 50 Meter neben dem Haus, in dem ich jetzt wohne. Es soll genügend Platz finden, um dort Leute auszubilden. Kurse, die die Gemeinschaft weiterbringen. Vorerst sehe ich folgende Themen:

  • Nähen
    Mit Zaldy habe ich besprochen, sein Projekt abzubrechen, beziehungsweise auf eine neue Grundlage zu stellen. Mit der Nähmaschine die er erhielt, werden wir Nähkurse anbieten. Talente werden wir in das Projekt einbinden, um mit reziklierten Materialen Artikel herzustellen.

Spenden in Form von alten, aber funktionstüchtigen Nähmaschinen oder geeignetes Material werden gerne entgegengenommen. Für den Transport in die Philippinen ist gesorgt.

 

  • Holzbearbeitung
    Eine ganze Kiste voller Occasionsmaschinen zur Holzbearbeitung sind auf dem Weg an meinen Wohnort und werden danach in die Philippinen geschifft. Ein Danke an den anonymen Spender, den ich leider nicht erwähnen darf. Ich möchte damit ein ähnliches Konzept wie beim Nähen oben verfolgen.
  • Hilfe vom Sofa aus
    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass auch Du Dich hier einbringen kannst, indem Du Dein Wissen vom Sofa aus zur Verfügung stellst. Computer, WiFi und ein 50 Zoll Bildschirm stehen hier zur Verfügung. Letzteren kaufte ich von den Spenden aus dem Jahre 2016.

Bist Du interessiert, vom Sofa aus selbst etwas in diese Richtung zu tun? Über Skype irgendwelche Trainings anzubieten, sei dies Kochen, Basteln, was immer Deine Stärke ist und das in kurzer Zeit vermittelt werden kann? Melde Dich doch bei mir. Danke.

 

Schule in Tongdol

Die Schule in Tongdol, einer abgelegenen Barangay hier in Donsol, ist sehr arm. 1800 Franken steht ihr pro Jahr zur Verfügung für Lehrmaterial und Gebäudeunterhalt. Bei 120 Schülern sind das etwas mehr als ein Franken pro Schüler pro Monat.

Dieses Jahr habe ich mit Spenden und Geld aus dem eigenen Beutel einen langgehegten Wunsch der Schüler erfllen können. Instrumente, um endlich auch mal eine Parade durchführen zu können, wie das andernorts üblich ist. Trommeln, Xylophone, Pfeifen, Tambourine und Tambourstöcke für rund 400 Franken.

Als nächstes möchte ich der Schule helfen, eine Bibiothek aufzubauen. Hier kannst Du auf zwei Arten helfen: Entweder Bücher für Kinder und Jugendliche in Englisch spenden oder mit einem Geldbetrag, um hier lokal Bücher zu kaufen.

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