Merly macht den Anfang

Das hätte ein Spendenaufruf werden sollen. Aber das kleine Geschäft für Merly Isao ist bereits finanziert.

Danke an einen anonyme Spenderin, Andi Heer und Luca Strebel, die insgesamt 400 Franken spendeten.

Merly, 50 jährig, alleinstehend,  wird in der Barangay Gimagaan eine kleine mobile Küche betreiben.

Ihre drei Zielgruppen sind:

Personen, die in Donsol arbeiten und ein Mittagessen mitnehmen bzw. abends zurückkehren und nicht mehr kochen wollen. Das Menu besteht aus Fleisch, Reis und Gemüse. Sie schätzt, dass sie täglich rund 10 solcher Menus zu 50 Pesos verkaufen kann.

Studenten der High School, die über Mittag nicht heimgehen. Das sind rund 400-500 SchülerInnen. Es besteht zwar eine kleine Kantine, die ist aber vielen zu teuer. Merly will hier eine Tiefpreisstrategie fahren. 30 Mahlzeiten zu 20 Pesos ist unsere Annahme. Sie geht von weit mehr aus, aber ich wollte das so ncht in den Plan aufnehmen.

Arme Menschen rund um ihr Haus, denen sie eine Mahlzeit ohne Fleisch verkauft. Das tut sie heute schon gelegentlich. Auch hier schätzt sie höhere Zahlen, aber auch hier planen wir mit weniger. 30 Mahrlzeiten zu 20 Pesos pro Tag.

Wir werden die mobile Küche von Edna aus dem letzten Jahr verwenden, diese muss lediglich aufgefrischt werden. Zudem benötigt Merly Küchentools, Stühle, Tische, und so weiter. Total 16‘700 Pesos. Und natürlich die Nahrungsmittel für den ersten Tag.

Wir haben monatlich 19 Arbeitstage eingesetzt.  Das würde einen monatlichen Umsatz von 32‘300 Pesos bedeuten.

Die Kosten für Nahrungsmittel haben wir auf 50% des Verkaufspreises festgelegt. Ich bin der Meinung, das ist durchaus realisitisch.

Merly wird einen monatlichen „Lohn“ von 6‘650 Pesos beziehen. Dies entspricht ungefähr dem gesetzlichen Minimalansatz in der Gegend.

Nach einem Jahr sollte sie zudem 11‘200 Pesos Kapital auf der Bank haben, reserviert für Neuanschaffungen und Wartung. Zudem sollte der Kredit bereits zurückbezahlt sein und ein Profit von  8‘700 Pesos erwirtschaftet sein.

Mit diesem Geld würde sich Merly einen langgehegten Traum erfüllen: Ein paar Tage Urlaub mit ihrer 24 jährigen Tochter (siehe Bild), die unter einer perfiden Hormonstörung leidet.

Details hier: Investitionen und Budget

Zu den gespendeten 400 Franken:

Für Barbezüge werden mir 2 mal 5 Franken Bankspesen abgezogen. Bleiben 390 Franken.

Mit einem momentanen Wechselkurs von 0.0209 ergibt das 18‘660 Pesos. Davon werden mir wiederum 400 Pesos für Barbezüge in den Philippinen abgezogen. Zudem rechne ich mit Kosten von rund 1500 Pesos, um mit Merly einkaufen zu gehen. Ergibt 16‘760 Pesos. So ziemlich genau das, was sie benötigt.

 

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